Partikelschäume

Partikelschäume wie expandierbares Polystyrol, expandiertes Polypropylen, oder -ethylen spielen eine wichtige Rolle im Bereich der Verpackungs- wie auch der Dämm- oder Isolationsmaterialien. Hauptsächlich findet dabei expandierbares Polystyrol Anwendung. Seit seiner Erfindung vor mehr als 50 Jahren wird es in diesen Bereichen verwendet. Vorteile sind dabei die geringe Dichte (bis 8 g/l), der günstige Preis sowie die einfache Herstellung geschäumter Formteile. Das expandierbare Material kann bei Raumtemperatur gelagert werden, bei Bedarf auf die jeweilige Dichte vorgeschäumt und anschließend zu Formteilen verarbeitet werden. Dennoch hat das Material auch Nachteile, so muss es beispielsweise nach einer stoßartigen Belastung ersetzt werden (z.B. bei Helmen).

Der Lehrstuhl beschäftigt sich bei der Materialentwicklung mit der Modifizierung von Partikelschäumen hinsichtlich zäherer Materialien bei gleichbleibend guter Lagerfähigkeit und Verarbeitbarkeit sowie neuen Einsatzgebieten. Weiterhin wird die Verarbeitbarkeit sowie der Energieverbrauch neuer Partikel auf dem Formteil-automaten untersucht.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die mechanische und bruchmechanische Charakterisierung, da Partikelschäume aufgrund ihres Aufbaus aus einzelnen geschäumten Perlen eine spezielle Morphologie aufweisen. Vor allem bei der Verwendung als Verpackungsmaterial spielen bruchmechanische Vorgänge und Versagensmechanismen eine entscheidende Rolle. Dazu werden aktuell Methoden zur exakten Charakterisierung der Materialeigenschaften entwickelt.

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Daniel Raps
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EPP-Partikelschaum